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home/publikationen/texte zur zukunftsforschung/Warum Zukunftsforschung?

Globalisierung und weltweiter Markt

Die Ausnutzung von kostengünstigen Produktionsstätten ist heute einfacher zu realisieren. Dadurch sinken die Herstellungskosten der Produkte. Wettbewerbsvorteile durch niedrige Kostenstrukturen sind somit auch von Wettbewerbern leicht einzuholen.

Der Wandel der Weltwirtschaft kennezichnet sich vor allem durch:

  • Wachstum des Welthandels doppelt so hoch wie der Weltproduktion
  • Zunahme internationaler Arbeitsteilung via Direktinvestitionen
  • Integration der Finanzmärkte der Welt und schnellere Ausbreitung der internationalen Kapitalströme
  • Zunahme der Länder im Weltwirtschaftsprozess
  • Strukturwandel in Richtung Dienstleistungssektor
  • Änderungen auf politischer Ebene: Abbau von Handelsschranken und Handelsschranken und Kapitalkontrollen
  • Beschleunigung der Verbreitung neuer Technologien

Durch die Auflockerung von Handlesbeschränkungen und Bildung von wirtschaftlichen oder politischen Föderationen (z.B. EU, NAFTA, APEC, OECD, WTO) ist auch die Anzahl der Anbieter am heimischen Markt gestiegen.
Ebenfalls zeigt das Problem der Überkapazität - weltweit werden 75 Mio. Autos produziert, 50 Mio. werden verkauft - dass die Wettbewerbsvorteile heute zunehmend in neuen Faktoren, wie Innovationsgeschwindigkeit und Humankapital liegen.

Beide Faktoren stützen sich auf Wissen und eine gute Vorausschau. Wissen und Trenduntersuchungen um Kundenbedürfnisse, Technologieentwicklungen, Wettebewerbssituation, Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens bzw. der Organisation.

Die Fülle an gleichzeitig zu beobachtenden Entwicklungen und Auswirkungen in ökonomischen Strukturen, in gesellschaftlich-sozialen Prozessen und Anforderungen, aufgrund des technologischen Fortschritts und im kulturellen Austausch, erzeugt eine kaum nebenbei zu bewältigende Komplexität.

Hier setzt der Ansatz der Zukunftsforschung an. Die Analyse und Systembeschreibung des Unternehmensumfelds liefert einen entscheidenden Beitrag zur Erhöhung der Orientierungs- und Entscheidungssicherheit. Diese Analyse bezieht weltweite Koordinaten unter Berücksichtigung historischer, gesellschaftlicher und individueller Blickwinkel ein und ermöglicht so differenzierte Maßnahmenauswirkungen in bzw. aus strategischen Entscheidungsprozessen .

Für diese Art der Problemstellung eignet sich die Szenario-Technik am besten. Ihr Erfinder ist der Zukunftsforscher Hermann Kahn, der sie in den 1950er Jahren für die Rand Corporation (Think Tank der US-Airforce) entwickelte:

‘Szenarien beschreiben hypothetisch eine Anfolge von Ereignissen mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit für Kausalbeziehungen zu wecken und auf Entscheidungen hinzuwirken’.

 

 

 
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